1231: Die Muslime Menorcas unterwerfen sich im Vertrag von Capdepera der Krone von Aragón
DOI:
https://doi.org/10.18148/tmh/2026.8.1.80Schlagwörter:
Menorca, Balearen, Aragón, Jakob I. von Aragón, Eroberung, Muslime unter christlicher Herrschaft, Vertrag, VerhandlungenAbstract
Im Juni 1231 unterwarfen sich die Muslime Menorcas kampflos der Herrschaft der Krone von Aragón. Das Ergebnis der Kapitulationsverhandlungen wurde im sogenannten Vertrag von Capdepera festgehalten, der vermutlich ursprünglich auf Arabisch und Latein verfasst wurde und einen von nur drei erhaltenen Kapitulationsverträgen aus der Zeit der katalanisch-aragonesischen Expansion in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts darstellt. Der Artikel ordnet die Unterwerfung Menorcas in den breiteren Kontext der Feldzüge Jakobs I. von Aragón zwischen 1229 und 1245 ein, die sich sowohl gegen die Balearen als auch gegen weite Teile des östlichen iberischen Festlands richteten. Durch den Vergleich mit ausgewählten Fällen aus dieser Zeit untersucht die Analyse, wie die Muslime Menorcas zu einer kollektiven Entscheidung gelangten und wie beide Seiten ihre jeweiligen islamischen und christlichen Vorstellungen von Loyalität aushandelten und miteinander in Einklang brachten. Der Artikel argumentiert, dass das Abkommen der Insel erlaubte, einen von den Nachbarinseln und den Festlandsgebieten unterschiedlichen Status zu bewahren, zugleich jedoch als Modell für spätere Kapitulationsverhandlungen diente.
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