871–873: Konstantin VII. Porphyrogennetos zur Rache des Soldanos von Bari
DOI:
https://doi.org/10.18148/tmh/2025.7.2.96Schlagwörter:
Konstantin VII., Ludwig II., Sawdān, Langobarden, Emirat, Bari, Apulien, Italien, Razzien, Eroberung, Karolinger, Byzantiner, karolingisch–byzantinische BeziehungenAbstract
Der Artikel befasst sich mit einer Passage aus Konstantin Porphyrogennetos’ De administrando imperio, die eine recht eigenwillige Beschreibung der Eroberung des muslimischen Emirats von Bari und ihrer Folgen enthält. Sie ergänzt die süditalienische lateinisch-christliche sowie arabisch-islamische Berichterstattung über das Ende des Emirats in den frühen 870er Jahren. Konstantins Version hebt den Beitrag der byzantinischen Streitkräfte hervor und behauptet, Ludwig II. von Italien und die langobardischen Adligen Süditaliens seien vom Emir Sawdān überlistet worden seien. Dabei stellt er die gesamte Rückeroberung Baris als erfolgreiche Wiedereingliederung einer verlorenen Stadt in das Oströmische Reich dar. Mit Verweis auf die Quellen der Erzählung und parallele Belegstellen verdeutlicht der Artikel die konstruierte Voreingenommenheit dieser Passage, die aber dennoch zusätzliches Licht auf die christlich-muslimischen Beziehungen in Süditalien im späten 9. Jahrhundert werfen könnte.
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