1098: Der anonyme Kreuzzugsbericht der Gesta Francorum zur muslimischen Mutter Kürbuġas als Ratgeberin, Gelehrte und Prophetin

Autor/innen

  • Theresa Rudolph

DOI:

https://doi.org/10.18148/tmh/2020.2.2.31

Schlagwörter:

Seldschuken, Turkmenen, Türken, Bilder des Anderen, Kreuzzüge, erster Kreuzzug

Abstract

Der Artikel behandelt eine fiktive Gesprächsszene aus den Gesta Francorum, die sich in sprachlicher und inhaltlicher Hinsicht aus dem Gesamtwerk heraushebt. Darin lässt der anonyme Chronist eine Mutter warnende Worte an ihren Sohn, den seldschukischen Heerführer Kürbuġa, richten: Ihm drohe eine vernichtende Niederlage gegen die Kreuzfahrer, die unter dem Schutz Gottes stünden. Mag die Textstelle für die ereignisgeschichtliche Rekonstruktion des Kreuzzugsgeschehens von geringem Wert sein, zeigt sich in ihrer Analyse eine differenzierte Fremdsicht des christlichen Historiographen auf den muslimischen ‚Gegner‘: Im Dialog mit dem ‚ungläubigen‘ Kürbuġa wird die Herrschermutter als kluge Ratgeberin inszeniert, der neben prophetischem und astrologischem Zukunftswissen auch Kenntnisse in der christlich-biblischen Exegese zugeschrieben werden.

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Veröffentlicht

2020-12-15

Ausgabe

Rubrik

Artikel

Zitationsvorschlag

1098: Der anonyme Kreuzzugsbericht der Gesta Francorum zur muslimischen Mutter Kürbuġas als Ratgeberin, Gelehrte und Prophetin. (2020). Transmediterrane Geschichte, 2(2). https://doi.org/10.18148/tmh/2020.2.2.31

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